Die aufregende Geschichte der Realisierung der Marah Ionen-Generatoren begann kurz vor Ende des 2. Weltkrieges.

Wir zitieren aus dem 1975 veröffentlichten Tagebuch von Walter Stark (Dr. sc. techn. Dipl. Ing. chem. ETH), dem Gründer des Marah-Forschungsteams:

"Vor mehr als dreissig Jahren (gegen Ende des 2.ten Weltkriegs) fiel mir meine Konfirmationsbibel wieder in die Hände. Es ist die «Zürcherbibel», nach der Übersetzung Zwinglis, des Reformators von Zürich. Sie erschien erstmals im Jahre 1529. Ihr Text wurde verschiedenen Revisionen unterzogen. Vierhundert Jahre nach Zwinglis Tod wurde die Ausgabe publiziert, die unserem Forschungsteam das Programm bestimmen sollte.

Ich fand die Bibel an einem regnerischen, langweiligen Sonntagnachmittag: Zeit im Überfluss zum Schmöckern! Ich schlug das dicke Buch wahllos irgendwo am Anfang auf uns las: "Danach liess Mose die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen nach der Wüste Sur und wanderten drei Tage in der Wüste. Da kamen sie nach Marah; aber sie konnten das Wasser wegen seiner Bitterkeit nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hiess man den Ort Marah («Bitterquell»). Nun murrte das Volk wider Mose. Er aber schrie zum Herrn, und der Herr wies ihm ein Holz; das warf er ins Wasser und das Wasser wurde süss." (2. Mose 15, 22-25).

Das in dieser Bibelstelle beschriebene Verfahren wurde in abgeänderter Form zum Thema meiner Dissertationsarbeit an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. In diesem einzigen Bibelspruch wird auch ein Verfahren beschrieben, das nach dem Kriege die Basis eines weltweiten mächtigen chemischen Industriezweigs wurde, der vor 25 Jahren aber erst in den Anfängen stand. Es ist erstaunlich, dass ein Wissen erst dreitausend Jahre nach der ersten sozusagen offiziellen Bekanntmachung zum allgemeinen Nutzen verwendet wird.

In der Folge war es unvermeidlich, dass ich die Bibel nach weiteren Entdeckungen durchstudierte. Immer und immer wieder stiess ich auf Stellen, die Gedanken-Assoziationen auslösten. Vieles steht in verschlüsselter, ja fast rätselhafter Weise beschrieben. Offensichtlich aber lernte ich mit der Zeit, die Sprache der Bibel zu verstehen. Hier fand ich Erklärungen zu manchen, mich schon lange interessierenden Phänomenen, sowie Lösungen oder Hinweise zu Lösungen zu modernsten wissenschaftlichen Fragen.

Fast wie unter einem Zwang studierte ich die Heilige Schrift in den nächsten Monaten und Jahren und notierte vieles, das einer modernen wissenschaftlichen Betrachtung wert wäre. Ein grosses Forscherteam wäre für Jahre oder Jahrzehnte vollauf beschäftigt, «Bibelverfahren» zu überprüfen.

Im «Buch der Bücher» stehen nun tatsächlich nicht nur die Geschichte und religiösen Gesetze eines Volkes. Auch ein Jahrtausende altes technisches Wissen wird darin -oft nur mit ein paar Worten- erwähnt; meist als selbstverständliche Nebensächlichkeit. Es braucht zwar ein sorgfältiges Textstudium und «allerlei» Wissen, um aus der Bibel erfolgversprechende Themen zu schöpfen, die dann zu einer Auswertung in unserer Zeit führen können. In den wenigsten Fällen sind in der Bibel Rezepte oder Patentlösungen genannt. Aber im Beispiel der «Posaune von Jericho» steht man vor einem seitenlangen, ungewohnt ausführlichen Know-how-Bericht, im Detail präzise darstellend, wie das glaubensstarke Volk der Israeliten die Mauern der feindlichen Stadt allen durch den koordinierten Willen der Kinder ihre Gottes zum Einsturz brachte.

Manche zeitgenössische Erfindung, beispielsweise die Wasserenthärtung oder die Meereswasserentsalzung zur Trinkwasserversorgung (in den arabischen Emiraten und anderswo) wurde in unseren Tag zu ganzen Industrien ausgebaut. Zwei Zeilen im Bibeltext jedoch verraten, dass schon vor Jahrtausenden mit vergleichbaren Methoden solche Lösungen gesucht wurden.

Jedermann weiss heute, dass die unsichtbare Umweltverschmutzung mit all dem abfallenden Unrat die Regierungen der Industrieländer bald ernsthaft beschäftigen wird. Wie man jedoch wirksame Schutzmassnahmen (z.B. für Spitäler) gegen diese unsichtbaren Gefahren errichten kann, ist ausführlich in der Bibel angegeben; sogar mit reproduzierbaren Massen, deren Einheit ein Fünfhundertmillionstel des Erpolardurchmessers ist …

Magliaso bei Lugano, August 1975
Walter Stark